Bei Heise wird der Brauch gepflegt,
Kommt die News, die kafkaeske,
Gibt es den Ticker, der gefaked,
Früher nannte man's Groteske.
So zeigt uns die gefälschte Nachricht,
Wenn man sich ins Forum klickt,
Selbst wenn jene falsch, nicht wahr spricht,
Wer hier im Land nicht richtig tickt.
HelpDesk (16. April 2005)
Auf einer Pressekonferenz stellte Innenminister Schilly heute das
neue System Offensive Terror und Telefon Observierung (OTTO) vor.
Angesprochen auf die Tatsache, dass OTTO ausnahmslos jeden Bürger
auch ohne Anfangsverdacht überwache, und ob er denn jeden Bürger für
einen potenziellen Terroristen halte, antwortete der Innenminister:
Ich liebe euch doch alle!
HelpDesk (28. April 2005)
Völlig neue Wege zur Stärkung der Bürgerrechte fordern besorgte Leser
des Heise-Forums. Die Anwendung der elektronischen Fußfessel bei
Langzeitpolitikern findet sich in dem zur CeBIT veröffentlichten
Bericht zum Einsatz der Fessel:
"Die elektronische Fußfessel bietet auch Langzeitpolitikern und
chronischen Hinterbänklern die Chance auf den Boden der Tatsachen
zurückzukehren und wieder ein normales Verhältnis zu ihren Mitbürgern
aufzubauen. Dies ist von besonderer Wichtigkeit, denn viele Politiker
haben es verlernt, wie ein normaler Mensch zu denken und gefährden
damit die Demokratie und den Rechtsstaat. Durch die Überwachung mit
der elektronischen Fußfessel kann eine wichtige Hilfe zur Selbsthilfe
geleistet werden."
HelpDesk (2. Juni 2005)
Nach dem Erfolg von ITIL im angelsächsischen Raum kündigte die
Bundesregierung an, zum Aufbau der neuen Behörde eine eigene
Sammlungen von Empfehlungen zur Deutlichen Effizienzsteigerung
behördlicher IT-Landschaften (DEBIL) herauszugeben.
Die zwei wesentlichen Teile umfassen:
-Empfehlungen für Behördenleiter und andere Hierarchen (BLAH)
-Empfehlungen zur Förderung von Arbeitsscheuen, Schlaumeiern,
Eintänzern und Luschen (FASEL)
Beim Aufbau der neuen Behörde wird streng darauf geachtet werden,
dass sämtliche Abläufe DEBIL konform zu gestalten sind. Man zeigte
sich zuversichtlich, dass dies durch den konsequenten Einsatz von
BLAH/FASEL gelingen wird.
Aus politischen Kreisen hieß es, dass auch ein neuer
Bundesinnenminister es sich nicht nehmen lassen werde, ebenso wie
Amtsinhaber Otto Schily (SPD), die neuen IT - Empfehlungen auf das
für die Polizei des Bundes (ehemals. Bundesgrenzschutz) erforderliche
Maß zuzuschneiden. Hinter verschlossenen Türen würde schon
franktionsübergreifend an GrenzDEBIL gefeilt.
HelpDesk (22. Juni 2005)
Auf Anfrage der heise-online Redaktion teilte ein Sprecher des
Bundesinnenministeriums mit, dass der Minister durchaus gewillt sei
seine Hausaufgaben zu machen. Allerdings wäre die Internetseite
hausaufgaben.de vom Internetanschluss des Bundesinnenministers nicht
zu benutzen. Eine entsprechende Anfrage an die IT-Abteilung des
Bundestages sei gestellt.
HelpDesk (9. November 2005)
Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, ist die Einführung
eines Abschaltmonat noch nicht vom Tisch. Wie berichtet planen die
Groß-Koalitionäre in Berlin einen neuen Coup gegen die
Staatsverschuldung, den Abschaltmonat.
So solle im nächsten Jahr der Monat August dem Rotstift zum Opfer
fallen. Bei einer Schuldenentwicklung von zusätzlichen 1700 € pro
Sekunde bedeute dies eine Entlastung von knapp 4,6 Milliarden.
Weitere geschätzte 10 Milliarden sparte die öffentliche Hand, da ein
Zwölftel der Personalkosten und das Urlaubsgeld für im öffentlichen
Dienst Beschäftigte entfiele.
Zu dem in der öffentlichen Diskussion erhobenen Vorwurf einer
Milchmädchen-Rechnung äußerte ein Sprecher der großen Koalition, er
wolle sich auf diese Frauen diskriminierende Diskussion nicht
einlassen. Wenn schon, müsste es Milchfrauen-Rechnung heißen. Zudem
hätte er in seiner Kindheit in der Nachkriegszeit beim Holen der
Milch mit dem Kännchen stets korrekt das Wechselgeld erhalten.
HelpDesk (16. März 2006)
Der deutsche Michel (BRD) mischt sich in die Diskussion um die so
genannten Killerargumente ein und fordert ebenfalls ein Verbot.
Ich sehe große Gefahren, wenn Politiker mit diesen Dingen
argumentieren. sagte der deutsche Michel zu sich selbst. Die Folgen
könnten der Traum von der totalen Überwachung und eine Verrohung der
politischen Sitten sein.
Er sei daher für ein Verbot der Verbreitung solcher Argumente im
deutschen Bundestag und in den Länderparlamenten, betonte der
deutsche Michel. Er sehe in solchen Killerargumenten eine neue
Erklärung für die Wahlverdrossenheit und das schlechte Ansehen
deutscher Politiker bei der Bevölkerung in Umfragen.
Wenn Grundrechte eingeschränkt werden sollen, bringe es der
durchschnittliche Politiker auf je fünf Erwähnungen der Worte
Terrorismus, Kinderpornos und Produktpiraterie in einem Satz. Solche
Diskussionen sind einfach krank. urteilte der deutsche Michel. Er
lehnte eine generelle Überwachung aller grundsätzlich ab.
HelpDesk (30. Mai 2006)
HelpDesk (31. Mai 2006)
HelpDesk (30. Juni 2006)
HelpDesk (19. Oktober 2006)
HelpDesk (15. Juni 2009)
HelpDesk (1. Juli 2009)