Fake Ticker

Bei Heise wird der Brauch gepflegt,
Kommt die News, die kafkaeske,
Gibt es den Ticker, der gefaked,
Früher nannte man's Groteske.

So zeigt uns die gefälschte Nachricht,
Wenn man sich ins Forum klickt,
Selbst wenn jene falsch, nicht wahr spricht,
Wer hier im Land nicht richtig tickt.

Schilly gibt eine Pressekonferenz Elektronische Fußfesseln für Langzeitpolitiker gefordert
Digitaler Behördenfunk: Regierung gründet Bundesanstalt IT-Administratoren bremsen Schilly
Kommt der Abschaltmonat? Deutscher Michel fordert Verbot von Killerargumenten
Windows-Update tarnt sich als Trojaner Microsoft eröffnet Forschungsstandort in Zürich
Dreharbeiten zu Fluch der Karibik III unterbrochen Chef einer Bürgerinitiative erklärt Politikern das Real-Life
Kampf der Arbeiterklasse Pressekonferenz des Familienministeriums

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Schilly gibt eine Pressekonferenz

HelpDesk (16. April 2005)

Auf einer Pressekonferenz stellte Innenminister Schilly heute das
neue System „Offensive Terror und Telefon Observierung“ (OTTO) vor.
Angesprochen auf die Tatsache, dass OTTO ausnahmslos jeden Bürger
auch ohne Anfangsverdacht überwache, und ob er denn jeden Bürger für
einen potenziellen Terroristen halte, antwortete der Innenminister:
„Ich liebe euch doch alle!“

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Elektronische Fußfesseln für Langzeitpolitiker gefordert

HelpDesk (28. April 2005)

Völlig neue Wege zur Stärkung der Bürgerrechte fordern besorgte Leser
des Heise-Forums. Die Anwendung der elektronischen Fußfessel bei
Langzeitpolitikern findet sich in dem zur CeBIT veröffentlichten
Bericht zum Einsatz der Fessel:

"Die elektronische Fußfessel bietet auch Langzeitpolitikern und
chronischen Hinterbänklern die Chance auf den Boden der Tatsachen
zurückzukehren und wieder ein normales Verhältnis zu ihren Mitbürgern
aufzubauen. Dies ist von besonderer Wichtigkeit, denn viele Politiker
haben es verlernt, wie ein normaler Mensch zu denken und gefährden
damit die Demokratie und den Rechtsstaat. Durch die Überwachung mit
der elektronischen Fußfessel kann eine wichtige Hilfe zur Selbsthilfe
geleistet werden."

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Digitaler Behördenfunk: Regierung gründet Bundesanstalt

HelpDesk (2. Juni 2005)

Nach dem Erfolg von ITIL im angelsächsischen Raum kündigte die
Bundesregierung an, zum Aufbau der neuen Behörde eine eigene
Sammlungen von Empfehlungen zur „Deutlichen Effizienzsteigerung
behördlicher IT-Landschaften“ (DEBIL) herauszugeben.
Die zwei wesentlichen Teile umfassen:
-Empfehlungen für Behördenleiter und andere Hierarchen (BLAH)
-Empfehlungen zur Förderung von Arbeitsscheuen, Schlaumeiern,
Eintänzern und Luschen (FASEL)

Beim Aufbau der neuen Behörde wird streng darauf geachtet werden,
dass sämtliche Abläufe DEBIL konform zu gestalten sind. Man zeigte
sich zuversichtlich, dass dies durch den konsequenten Einsatz von
BLAH/FASEL gelingen wird.

Aus politischen Kreisen hieß es, dass auch ein neuer
Bundesinnenminister es sich nicht nehmen lassen werde, ebenso wie
Amtsinhaber Otto Schily (SPD), die neuen IT - Empfehlungen auf das
für die Polizei des Bundes (ehemals. Bundesgrenzschutz) erforderliche
Maß zuzuschneiden. Hinter verschlossenen Türen würde schon
franktionsübergreifend an GrenzDEBIL gefeilt.

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IT-Administratoren bremsen Schilly

HelpDesk (22. Juni 2005)

Auf Anfrage der heise-online Redaktion teilte ein Sprecher des
Bundesinnenministeriums mit, dass der Minister durchaus gewillt sei
seine Hausaufgaben zu machen. Allerdings wäre die Internetseite
hausaufgaben.de vom Internetanschluss des Bundesinnenministers nicht
zu benutzen. Eine entsprechende Anfrage an die IT-Abteilung des
Bundestages sei gestellt.

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Kommt der Abschaltmonat?

HelpDesk (9. November 2005)

Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, ist die Einführung
eines Abschaltmonat noch nicht vom Tisch. Wie berichtet planen die
Groß-Koalitionäre in Berlin einen neuen Coup gegen die
Staatsverschuldung, den Abschaltmonat.

So solle im nächsten Jahr der Monat August dem Rotstift zum Opfer
fallen. Bei einer Schuldenentwicklung von zusätzlichen 1700 € pro
Sekunde bedeute dies eine Entlastung von knapp 4,6 Milliarden.
Weitere geschätzte 10 Milliarden sparte die öffentliche Hand, da ein
Zwölftel der Personalkosten und das Urlaubsgeld für im öffentlichen
Dienst Beschäftigte entfiele.

Zu dem in der öffentlichen Diskussion erhobenen Vorwurf einer
Milchmädchen-Rechnung äußerte ein Sprecher der großen Koalition, er
wolle sich auf diese Frauen diskriminierende Diskussion nicht
einlassen. Wenn schon, müsste es Milchfrauen-Rechnung heißen. Zudem
hätte er in seiner Kindheit in der Nachkriegszeit beim Holen der
Milch mit dem Kännchen stets korrekt das Wechselgeld erhalten.

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Deutscher Michel fordert Verbot von Killerargumenten

HelpDesk (16. März 2006)

Der deutsche Michel (BRD) mischt sich in die Diskussion um die so
genannten „Killerargumente“ ein und fordert ebenfalls ein Verbot.
„Ich sehe große Gefahren, wenn Politiker mit diesen Dingen
argumentieren.“ sagte der deutsche Michel zu sich selbst. „Die Folgen
könnten der Traum von der totalen Überwachung und eine Verrohung der
politischen Sitten sein.“

Er sei daher für ein Verbot der Verbreitung solcher Argumente im
deutschen Bundestag und in den Länderparlamenten, betonte der
deutsche Michel. Er sehe in solchen Killerargumenten eine neue
Erklärung für die Wahlverdrossenheit und das schlechte Ansehen
deutscher Politiker bei der Bevölkerung in Umfragen.

Wenn Grundrechte eingeschränkt werden sollen, bringe es der
durchschnittliche Politiker auf je fünf Erwähnungen der Worte
Terrorismus, Kinderpornos und Produktpiraterie in einem Satz. „Solche
Diskussionen sind einfach krank.“ urteilte der deutsche Michel. Er
lehnte eine generelle Überwachung aller grundsätzlich ab.

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Windows-Update tarnt sich als Trojaner

HelpDesk (30. Mai 2006)

Vor allem In der Blogger-Szene hält sich hartnäckig das Gerücht, das
neueste Windows Update tarne sich als Trojaner. Die Erkenntnis, dass
vor allem private Windows Nutzer kaum die Möglichkeit eines Updates
nutzen, aber auf alles klicken was wie ein Icon aussieht, habe die
Redmonder veranlasst, den bekannten Trojaner Heal.Me in Umlauf zu
bringen.

Auf einer nun anberaumten Pressekonferenz dementierte ein
Pressesprecher die Urheberschaft des Softwaregiganten. Die positiven
Auswirkungen von Heal.Me auf die Sicherhet von Windows XP könne man
aber bestätigen, beantwortete er mit einem viel sagenden Lächeln eine
entsprechende Anfrage aus dem Kreis der zahlreich anwesenden
Fachjournalisten.

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Microsoft eröffnet Forschungsstandort in Zürich

HelpDesk (31. Mai 2006)

Dem Vernehmen nach wird am Züricher Standort getreu dem neuen Slogan
des Redmonder Giganten „Unglaublich initiativ, unglaublich intuitiv,
unglaublich innovativ” (UIUIUI) eine neue Programmiersprache, die
„Hopscotch programming language” (HOPPLA), mit einem gänzlich anderen
Konzept als bisherige Hochsprachen entwickelt werden.

HOPPLA soll es ermöglichen, völlig unstrukturiert, quasi in
Umgangsprache, zu programmieren. „Vergessen Sie was sie über
Programmierung gelernt haben!”, „Syntaxfehler gehören der
Vergangenheit an!” und „Star Trek rückt näher!”, war in einschlägigen
Blogs zu lesen.

„UIUIUI und HOPPLA werden den Office User in das zweite Jahrzehnt
dieses Jahrtausends begleiten” gab sich ein Sprecher der neuen
Züricher Softwareschmiede optimistisch.

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Dreharbeiten zu Fluch der Karibik III unterbrochen

HelpDesk (30. Juni 2006)

Wie ein Sprecher der Disney-Studios bestätigte, mussten die
Dreharbeiten zum dritten Teil des Geisterspektakels unterbrochen
werden. Die Hauptdarsteller Johnny Depp und Geoffrey Rush sowie
weitere Kollegen waren in einer spektakulären Aktion vom FBI
abgeführt worden.

Man sei noch völlig ratlos und habe die Rechtsabteilung schon
eingeschaltet, war zu vernehmen. Ein Zusammenhang mit der auch von
Disney unterstützten Aktion gegen Filmpiraten wurde hingegen vehement
bestritten.

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Chef einer Bürgerinitiative erklärt Politikern das Real-Life

HelpDesk (19. Oktober 2006)

Wer sich mit dem wahren Leben auskennt, sollte sich dafür engagieren,
dass dieses von Regierungsvertretern verstanden wird. Kenner müssten
Politikern helfen, die gesellschaftliche Realität zu erfassen,
erklärte der Chef der Bürgerinitiative zur Aufklärung ratloser
Regierungen (BIZARR) Herr Plündert aus G. in einer Pressekonferenz in
der Bundeshauptstadt.

Dies sei insbesondere bei monetär eminent wichtigen Themen wie der
Mehrwertsteuererhöhung oder der quasi Abschaffung des Wettbewerbsrechts
im Energiesektor angeraten. "Der durchschnittliche
Regierungsmensch ist nicht in der finanziellen Lage der Leute, die
mit diesem ganzen Kram zu kämpfen haben.", sagte Plündert nach einem
Bericht von Heise News. "Es gibt einen Unterschied zwischen den
Gehaltsstufen der Politiker und der armer Leute, die sich nicht mal
einen Fernseher leisten können". Damit dürfte Plündert auch auf den
christdemokratischen Ministerpräsidenten Christian Wulff angespielt
haben, dessen Vorstoß Fernsehgebühren zu verlangen unabhängig vom
Vorhandensein von Empfangsgeräten ungläubiges bis resigniertes
Kopfschütteln verursacht hatte.

Plündert erwartet allerdings nicht, dass die Diskussion im
Spannungsfeld zwischen dem Wohl der Bürger und den Begehrlichkeiten
der Lobbyisten bald erledigt sei. Auf diese Fragen gebe es nur einen
einzelnen und einfachen Rat an die Politiker: "Wer keine Ahnung hat,
einfach mal die Fresse halten!"

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Kampf der Arbeiterklasse

HelpDesk (15. Juni 2009)

Pünktlich zum Wahlkampfauftakt hat die SPD ihre neue CD „Kampf der
Arbeiterklasse” vorgestellt. Neben neuen Liedern wie „Dativ, nicht
Genitiv” oder „Wasser fließt den Berg hinauf”, sind auch altbekannte
Klassiker wie "Brüder, in die Tonne die Freiheit”, „Wann wir sperren
Seit’ für Seit’” und „Völker abhört die Signale” auf der CD zu finden.

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Pressekonferenz des Familienministeriums

HelpDesk (1. Juli 2009)

Auf einer Pressekonferenz des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend erklärte die persönlich anwesende
Ministerin Ursula von der Leyen zur Frage eines Kollegen des
Heise-Verlages zur Wirksamkeit von DNS-Sperren:

Ich selbst war höchst überrascht, dass es möglich ist,
Internetzugänge anhand von DNS zu sperren. Aber wenn ich ehrlich bin,
was eher selten vorkommt, habe ich das mit den Basentripletts schon
in der Schule nie verstanden. Ich verlasse mich in dieser Hinsicht
auf die höchst kompetenten Expertenmeinungen in unserem Haus. Und
schließlich geht es um die armen Kinder.

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